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Die wichtigsten Meilensteine der Biochemie im 19. und 20. Jahrhundert waren:

  1. 1805 die Entdeckung und Isolierung der ersten Aminosäure. 1828 gelang Friedrich Wöhler (siehe Einführung oben) die Synthese von Harnstoff, wenige Jahre darauf wurde mit Diastase das erste Enzym entdeckt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelangen die Entdeckungen des Nucleins als Erbsubstanz sowie des Prozesses der zellfreien Gärung.
  2. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde mit Testosteron das erste Hormon entdeckt. In den 30er Jahren gelang der Wissenschaft die Entdeckung von Cytochromoxidase, die Isolierung von Vitamin C sowie des Mechanismus der Glykolyse. Ein großer Meilenstein in der Biochemie gelang James Watson und Francis Crick Mitte des 20. Jahrhunderts mit deren Aufklärung der DNA-Struktur.

Ausbildung und Beruf als Biochemiker

•    Studium
Das Studium der Biochemie ist in Deutschland seit 2008 möglich. Dabei kann dieser Studiengang mit Diplom, Bachelor und Master abgeschlossen werden. Aktuell werden die Diplomstudiengänge mit einer Regelstudienzeit von neun bis zehn Semestern schrittweise durch Bachelor- und Masterstudiengänge ersetzt. Der Studiengang Biochemie mit Abschluss Bachelor hat eine Regelstudienzeit von 6 bis 8 Semestern. Darauf aufbauend ist der Masterstudiengang Biochemie mit einer weiteren Regelstudienzeit von 3 bis 4 Semestern.
Wer sich erst später im Studium für die Fachrichtung Biochemie entscheidet, kann dies während eines Studiums der Chemie oder Biologie tun. Dabei ist Biochemie als Wahlpflichtfach bzw. Hauptfach zu wählen sowie die Abschlussarbeit in diesem Bereich zu erstellen. Der Vorteil dieser Variante ist es, dass sich Studenten erst während des Studiums festlegen können und im Grundstudium zunächst die verschiedenen Spezialisierungen kennenzulernen. Die Studiengänge in Biochemie legen besonders großen Wert auf die molekularen Grundlagen und bieten einen hohen Praxisanteil in der Ausbildung.
•    Facharzt
Mediziner können sich durch eine vierjährige Weiterbildung als Facharzt für Biochemie qualifizieren. Dabei können ein Jahr Innere Medizin oder Pädiatrie angerechnet werden.
Forschungsinstitute für Biochemie im deutschsprachigen Raum
In der biochemischen Forschung führend sind die Max-Planck- sowie die Leibniz-Institute der jeweiligen Gesellschaften. Eigene Institute für Biochemie sind im deutschsprachigen Sprachraum an den Hochschulen in Basel, Erlangen-Nürnberg, Freiburg, Göttingen, Köln, München, Münster, Tübingen und Zürich zu finden.

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